Welche Modelle des Kinderbetreuungsgeldes gibt es? Wird die Kinderbetreuung finanziell unterstützt?

Insegesamt 5 Modelle zum Bezug von Kindergeld stehen zur Wahl.
Die aktuelle Tabelle der AK Salzburg stellt die Varianten gegenüber.

Wichtig: Eine spätere Änderung des gewählten Modells ist nicht möglich!

Mehr Informationen und Broschüren zum Download finden Sie auf der Webseite der AK Salzburg.
Hier finden Sie auch Tipps zu dem für Sie geeigneten Modell sowie Tipps für Ein-Eltern-Familien.

Broschüre Kinderbetreuungsgeld zum Download.
Broschüre Elternteilzeit zum Download.
Antragsformular zum Download.

Alleinerziehende können außerdem eine Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld
beantragen. Informationen finden Sie hier.

So rechne ich online mein Kinderbetreuungsgeld aus

KBG Online-Rechner

Schwanger? Gute Planung für eine gute Zeit!

Sie erwarten ein Baby und möchten sich umfassend über Termine, Fristen und Anträge informieren?

Die Arbeiterkammer stellt mit dem Elternkalender ein nützliches Tool zur Verfügung.
Sie wählen aus, was für Sie und Ihren Arbeitgeber passt.

Der Elternkalender zeigt Ihnen übersichtlich wann was wie zu erledigen ist (eingeteilt nach Monaten).

Elternkalender

Wie lange dauert die Elternkarenz?

Die Karenz beginnt nach Ende der Mutterschutzfrist (8 Wochen nach der Geburt) und kann bis zu zwei Mal zwischen den Eltern geteilt werden.

Während der Karenz erhalten Sie keinen Lohn bzw. kein Gehalt. Sie bekommen in dieser Zeit Kinderbetreuungsgeld.

Broschüre Mutterschutz und Karenz

Was muss ich rechtlich beachten?

Ich beziehe noch Kinderbetreuungsgeld. Darf ich dazuverdienen?

Ja, aber nur bis zu einer bestimmten Grenze.
Details finden Sie hier (Webseite der AK).

Nachstehend die wichtigsten Bestimmungen zum verdienstabhängigen Karenzgeld:

  • seit 1. Jänner 2010 können Eltern aus 5 Varianten wählen
  • Dauer des Bezugs: 14 Monate, wenn Eltern sich die Karenz teilen (zumindest 2 Monate je Elternteil)
  • 80 Prozent des letzten Netto-Einkommens werden bezahlt (mind. 1.000 Euro, max. 2.000 Euro
  • Zuverdienst monatlich max. 357,74 Euro

Verbesserungen des Kinderbetreuungsgeldes

  • Längere Bezugsdauer für Alleinerziehende

AlleinerzieherInnen, die ein Einkommen von weniger als 1.200 Euro haben und einen Antrag auf
Unterhalt bei Gericht gestellt haben, können das Kinderbetreuungsgeld zwei Monate länger beziehen –
egal, welche Variante sie wählen.

Zum Einkommen von 1.200 Euro zählen: Erwerbseinkommen, Pensionen, Arbeitslosengeld sowie
einkommensähnliche Bundes- oder Landesbeihilfen und Zuschüsse.

Auch jene Elternteile, deren Partner verstorben, in Haft oder schwer krank ist sowie Elternteile,
die eine Wegweisung gegen den Partner beantragt haben oder die in einem Frauenhaus wohnen,
können das Kindergeld 2 Monate länger beantragen.

  • Zuverdienstgrenze

Auch hier gibt es verschiedene Wahlmöglichkeiten. Eltern können 16.200 Euro jährlich dazuverdienen oder
bis zu 60 Prozent ihres bisherigen Einkommens zusätzlich zum Kinderbetreuungsgeld verdienen.
Damit können besser Verdienende bereits früher mit einer höheren Stundenanzahl wieder einsteigen.

  • Erhöhung der Mehrkindzuschläge

Mit 1.1.2010 wurde der Mehrkindzuschlag auf 50 Prozent je Mehrlingskind angehoben.

  • Details zum Kindergeldzuschuss 

Der Zuschuss zum Kinderbetreuungsgeld ist eine Beihilfe und kann von einkommensschwachen
Familien und Alleinerziehenden beantragt werden. Die Beihilfe beträgt monatlich 180 Euro und wird max.
für 1 Jahr gewährt.

Zuverdienstgrenze Alleinerziehende bis zur Geringfügigkeitsgrenze (357,74 Euro monatlich)
Zuverdienstgrenze einkommenschwachen Familien jener Elternteil, der Kindergeld bezieht, darf bis zur Geringfügigkeitsgrenze (357,74 Euro monatlich) dazuverdienen, für den zweiten Elternteil gilt eine jährliche Einkommensgrenze von 16.200 Euro (1.035 Euro monatlich).

Wenn der Zuschuss gewährt wird, muss er nicht zurückgezahlt werden. Es sei denn, die Einkommenssituation
ändert sich während des Bezuges.

Habe ich nach dem Kinderbetreuungsgeldbezug Anspruch auf Arbeitslosengeld?

Wurde das Arbeitsverhältnis bereits aufgelöst, müssen Sie sich rechtzeitig beim AMS melden
und klären, ob ein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht.

www.ams.or.at/sfa/14093.html

Wann endet der Kündigungsschutz?

Die Karenz ist arbeitsrechtlich durch Kündigungs- sowie Entlassungsschutz abgesichert und dauert maximal
bis zum zweiten Geburtstag des Kindes.

Wollen Sie darüber hinaus in Karenz gehen, ist eine schriftliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber unbedingt erforderlich.

Informationen auf der Seite der AK Salzburg Stichwort Karenz.